Öffentlicher Vortrag – Free the Map. Towards a new cartography of borders and migration
Öffentlicher Vortrag – Free the Map. Towards a new cartography of borders and migration
In dem Vortrag beleuchtet Henk van Houtum die Auswirkungen der vorherrschenden staatszentrierten Kartografie auf unser heutiges Verständnis von Grenzen und Migration. Anschließend stellt er bestehende alternative kartografische Darstellungsformen vor, die Karten auf eindrucksvolle und überzeugende Weise humanisieren und mobilisieren. Er teilt diese in die Kategorien „Counter-Mapping“, „Experience-Mapping“ und „Connectivity-Mapping“ ein. Diese Ansätze stellen nicht nur die Vorstellung von Grenzen als bloße Linien und von Migration als lineare Prozesse in Frage, sondern kartografieren auch Geschichten, menschliche Erfahrungen, diskriminierende (Nicht-)Gastfreundschaft sowie internationale Beziehungen und Verflechtungen.
28. Oktober 2026, 18-19:30 Uhr
Universität des Saarlandes, Gebäude C5 3, Raum E.23
Vortrag auf Englisch

Quelle: Henk van Houtum (2024), Free the Map, from Atlas to Hermes, a new cartography of borders and migration, nai010, 142-143
Henk van Houtum ist derzeit UniGR-CBS-Fellow an der Universität Luxemburg. Er ist Professor für Geopolitik und Politische Geographie an der Radboud-Universität Nijmegen sowie Leiter des Nijmegen Centre for Border Research. Seine Forschung und Lehre konzentrieren sich auf die Themen „B/ordering“ und „Othering“, grenzüberschreitende Interaktion, Migration und Kartografie.
