Greater Region

Working Paper Vol. 33

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Working Paper 33
Zusammenfassung

Der grenzüberschreitende Arbeitsmarkt der Großregion beruht auf einem Rechtsstatus, der sich aus einer tatsächlichen Situation ergibt, keines Verwaltungsakts bedarf und Unionsbürger:innen zusteht. Als der Arbeits- und Fachkräftemangel in allen vier Teilgebieten gleichzeitig auftrat, verlagerte sich die Nachfrage auf Drittstaatsangehörige und vor allem auf vertriebene Ukrainer:innen, von denen 4,4 Millionen in der Europäischen Union vorübergehenden Schutz genießen. Für sie beruht dieselbe Beschäftigung nicht auf einem Recht, sondern auf einer Erlaubnis. Dieses Working Paper begründet diese Kategorie als eigenständiges Rechtsobjekt, bezeichnet sie als erlaubnispflichtige Grenzgänger:innenbeschäftigung und untersucht sie in Luxemburg, Deutschland, Belgien und Frankreich. Der Schutz eines Mitgliedstaats eröffnet nur dessen eigenen Arbeitsmarkt; der benachbarte erfordert eine gesonderte nationale Erlaubnis. 2024 erteilte Luxemburg 321 solcher Ersterlaubnisse. Die Daten legen nahe, dass das Verfahren ein erhebliches Hindernis darstellt und dass Integration von der Übertragbarkeit der Zugangsrechte abhängt.

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Im Zentrum des Buchs steht die Frage, wie Räume in oder als grenzüberschreitende Bezüge beschrieben und empirisch untersucht werden können. Dafür wendet sich der Autor dem Grenzgängerwesen in der Großregion SaarLorLux zu, das aufgrund seiner zirkulären Mobilitätsstruktur und multilokalen Verankerung exemplarisch für grenzüberschreitende Lebenswirklichkeiten steht. Den Ausgangspunkt bildet die Annahme, dass Räume nicht vorgängig existent sind, sondern durch grenzüberschreitende Aktivitäten subjektiv bedeutungsvolle räumliche Verhältnisse entstehen. Der Raumbegriff dient so als Beschreibungsmodus für die – durch die Praktiken der Grenzgänger hervorgebrachten – sinnstiftenden räumlichen Verhältnisse, die über soziokulturelle Teilfragestellungen operationalisiert und empirisch untersucht werden.

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Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit folgender Frage : Welche Auswirkungen (für den Bürger) ergeben sich durch die Schaffung eines in jeglicher Hinsicht grenzüberschreitenden Raums, wenn es um den Zugang zu Entbindungsstationen geht? Die Bedeutung der Zusammenarbeit im Gesundheitssystem innerhalb der Großregion zur Vermeidung von benachteiligten Gebieten wird ebenfalls unterstrichen. Die innerhalb dieses regionalen Raums untersuchten Beispiele stellen für die politischen Entscheider nützliche Elemente im Hinblick auf die Raumplanung dar. Dabei unterstreicht die Analyse die Bedeutung einer Zusammenarbeit im Gesundheitswesen auf unterschiedlichen Ebenen: administrativ, wirtschaftlich, technisch, aber auch kulturell, damit die Machbarkeit einer solchen Vorgehensweise untersucht werden kann.

Borders in Perspective Vol. 4

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Borders in Perspective Vol. 4
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Im Zuge der COVID-19-Pandemie sind Grenzen binnen kürzester Zeit im politischen Handeln und im Alltag der Menschen (wieder) relevant geworden. Dies betraf in besonderem Maße die Bewohner*innen von Grenzregionen, deren grenzüberschreitende Lebenswelten plötzlich von geschlossenen Grenzen und polizeilichen Kontrollen irritiert wurden. Doch auch jenseits von Staatsgrenzen führte die COVID-19-Pandemie zu einer verstärkten Wahrnehmung von sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen, gesundheitlichen und mobilitätsbezogenen Grenzen, die drängende Fragen nach gesellschaftlichen Ungleichheiten aufwarfen. Die Autor*innen beleuchten diese Dynamiken aus dem Blickwinkel von territorialen Grenzen, sozialen Grenzziehungen und (Dis)Kontinuitäten in Grenzregionen über vielfältige thematische und räumliche Zugänge. Die kritischen Beobachtungen und wissenschaftlichen Kommentare sind während des Lockdown im April und Mai 2020 entstanden und geben Einblicke in das Zeitgeschehen während der globalen Pandemie. 

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Das ESPON Projekt „Metroborder“ beinhaltet eine Untersuchung und die Weiterentwicklung des Ansatzes einer Grenzüberschreitenden Polyzentrischen Metropolregion (GPMR) innerhalb der Großregion und des Oberrhein (Rhin Supérieur). Die Studie bezieht sich auf das „Verständnis von Metropolen als Knotenpunkte einer globalisierten Welt“ (S. 43). Aspekte der funktionalen Integration und der Governance-Strukturen in den Fallstudienregionen werden analysiert. Strategische Optionen und spezifische Handlungsansätze zur Weiterentwicklung der GPMRs werden aufgezeigt.

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In den letzten Jahren hat sich die Grenzarbeit zu einem für mehrere Länder wichtigen sozialen, ökonomischen und humanen Phänomen entwickelt. Durch eine Analyse des Falls der Grenzarbeiter_innen in Lothringen - eine Region, die in der Vergangenheit einen starken Anstieg der Grenzarbeiter_innen erfahren hat - kommen die Autor_innen dieses Kapitels zu ihrer zentralen Fragestellung: „Wie wirkt sich die Grenze auf die einzelnen Komponenten, welche die Beziehungen zur Grenzarbeit und Anstellung strukturieren (Lohn, Sozialversicherung, Mobilität, Qualifizierung, etc.), aus?“ (S. 125) Nach einer Vorstellung der Elemente der Problematik und Methodik die eine solche Analyse mit sich bringt wird die Entwicklung der Grenzarbeiterströme in der Großregion präsentiert. Der Hauptteil ist einer Analyse der räumlichen, institutionellen und sozio-ökonomischen Dimensionen der Arbeitsbeziehungen und der Grenzarbeit gewidmet.

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Die Beiträge in diesem Sammelband widmen sich den Bedingungen und den Hindernissen des grenzüberschreitenden Informationsflusses. Dabei wird auch die Frage gestellt, weshalb der Aufbau einer europäischen Medienöffentlichkeit ein schwieriges Unterfangen darstellt. Die Untersuchungen befassen sich dabei hauptsächlich mit der Großregion. Es wird deutlich, dass die Medienproduktion nach wie vor weitgehend national geprägt ist. Allen voran das Konzept des „journalistischen Feldes“ (Bourdieu) wird genutzt, um zu einem erweiterten Verständnis europäischer Medienphänomene beizutragen.

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Die Interregionale Arbeitsmarktbeobachtungsstelle (IBA) ist ein Netzwerk von spezialisierten Instituten aus dem Bereich Arbeitsmarkt, die allesamt in der Großregion tätig sind. Im Auftrag des Gipfels der Großregion sammelt die IBA Daten über die Arbeitsmärkte in der Großregion. Diese Daten werden genutzt um Berichte über die Arbeitsmarktsituation in der Großregion zu verfassen. Neben einer Strukturberichterstattung, die auf vergleichbaren statistischen Daten aus den Teilregionen der Großregion basiert, enthält die Veröffentlichung qualitative Informationen zu thematischen Schwerpunkten.

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Als Teil eines Sammelbands zu den Dienstleistungen der Daseinsvorsorge in Europa orientiert sich dieses Kapitel zunächst am französischen Konzept des „service public“ und den damit verbundenen Überlegungen zu räumlicher Gerechtigkeit, um anschließend eine Analyse der Erreichbarkeit von Entbindungsstationen in der Großregion zu stellen. Die angeführten Darstellungen unterscheiden sich von den englischsprachigen Ansätzen der territorialen Auswirkungen von Dienstleistungen der Daseinsvorsorge, denn sie stellen einen sozialen Ansatz in den Mittelpunkt. Das Studienfeld der Großregion zeigt die Heterogenität der Zugangsproblematiken zwischen Nachbarregionen auf.