Beschäftigung – Ausbildung – Wirtschaft

Working Paper Vol. 33

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Working Paper 33
Zusammenfassung

Der grenzüberschreitende Arbeitsmarkt der Großregion beruht auf einem Rechtsstatus, der sich aus einer tatsächlichen Situation ergibt, keines Verwaltungsakts bedarf und Unionsbürger:innen zusteht. Als der Arbeits- und Fachkräftemangel in allen vier Teilgebieten gleichzeitig auftrat, verlagerte sich die Nachfrage auf Drittstaatsangehörige und vor allem auf vertriebene Ukrainer:innen, von denen 4,4 Millionen in der Europäischen Union vorübergehenden Schutz genießen. Für sie beruht dieselbe Beschäftigung nicht auf einem Recht, sondern auf einer Erlaubnis. Dieses Working Paper begründet diese Kategorie als eigenständiges Rechtsobjekt, bezeichnet sie als erlaubnispflichtige Grenzgänger:innenbeschäftigung und untersucht sie in Luxemburg, Deutschland, Belgien und Frankreich. Der Schutz eines Mitgliedstaats eröffnet nur dessen eigenen Arbeitsmarkt; der benachbarte erfordert eine gesonderte nationale Erlaubnis. 2024 erteilte Luxemburg 321 solcher Ersterlaubnisse. Die Daten legen nahe, dass das Verfahren ein erhebliches Hindernis darstellt und dass Integration von der Übertragbarkeit der Zugangsrechte abhängt.

Working Paper Vol. 32

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Working Paper 32
Zusammenfassung

Die europäischen Grenzregionen der Großregion rund um Luxemburg sowie des französisch-italienisch-schweizerischen Grenzraums gehören zu den am stärksten integrierten Arbeitsmärkten des Kontinents. Gleichzeitig sind sie weiterhin von unterschiedlichen nationalen Systemen der beruflichen Bildung und der Anerkennung von Qualifikationen geprägt. Dieses Working Paper bietet eine analytische Synthese von acht Beiträgen, die auf der gemeinsam von der Forschungsgruppe LABOR SwissLux und dem Interdisziplinären Kompetenzzentrum UniGR-Center for Border Studies am 9. Juli 2026 veranstalteten Fachtagung präsentiert wurden. Drei zentrale Ergebnisse zeichnen sich ab. Der statistische Befund wird von allen Teilnehmenden geteilt, doch die Kategorie des „Mangels“ umfasst sehr unterschiedliche Realitäten: Das Phänomen ist mehrdimensional, weist erhebliche sektorale Unterschiede auf, ist in einigen Fällen strukturell verfestigt und reagiert sowohl auf konjunkturelle Veränderungen als auch auf die bislang noch nicht absehbaren Auswirkungen der künstlichen Intelligenz. Trotz der europäischen Instrumente bestehen die Hindernisse bei der Anerkennung von Qualifikationen seit mehr als einem Jahrzehnt fort. Die sich abzeichnenden Lösungsansätze führen zu einer Verschiebung des vorherrschenden Paradigmas: von der gegenseitigen Anerkennung hin zur grenzüberschreitenden gemeinsamen Entwicklung von Qualifikationen und vom Wettbewerb hin zu einer interregionalen Solidarität, deren institutionelle Voraussetzungen erst noch geschaffen werden müssen. Das Working Paper schließt mit einer Forschungs- und Handlungsagenda, die die Harmonisierung der Indikatoren, die strategische Vorausschau und die Analyse der Machtasymmetrien zwischen den Teilräumen miteinander verbindet.

Working Paper Vol. 31

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Working Paper 3
Zusammenfassung

In der Großregion rücken aufgrund der intensiven grenzüberschreitenden Mobilität und der sektoralen Spannungen auf dem Arbeitsmarkt Ausbildungsfragen ins Zentrum, wenn Qualifikationen diskutiert werden. Die grenzüberschreitende Ausbildung ist ein strategischer Hebel für die Integration junger Menschen und die Wettbewerbsfähigkeit der Region, wird jedoch weiterhin von unterschiedlichen nationalen Rahmenbedingungen bestimmt. Die vergleichende Analyse der Systeme zeigt Konvergenzen (eine stärkere Arbeitsmarktorientierung der Hochschulbildung, die Zunahme dualer Studiengänge sowie kompetenzorientierte Ansätze), aber auch anhaltende Divergenzen (Verträge, Governance, Vergütung, Anerkennung von Abschlüssen, Mentoring), die zu fragilen lokalen Anpassungen führen. Die Fallstudie zu Longwy, ergänzt durch Beiträge des UniGR-CBS-Forums Großregion (April 2025), zeigt, dass Bildungswege zu hybriden Kompetenzen führen, die von Unternehmen besonders geschätzt werden. Dieses Working Paper zeigt die Notwendigkeit auf, die regionale Koordination zu stärken, Unterstützungsstrukturen auszubauen, das Tutoring zu professionalisieren und grenzüberschreitende Kompetenzen stärker anzuerkennen, um diese Bildungswege langfristig zu stabilisieren.

Policy Paper Vol. 8

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Policy Paper Vol 8
Zusammenfassung

Das Policy Paper zeigt zunächst, dass das grenzüberschreitende duale Studium als Hebel zur Förderung des territorialen Zusammenhalts in der Großregion wirken kann, trotz bestehender Asymmetrien zwischen den Arbeitsmarktregionen auf beiden Seiten der Grenzen. Es identifiziert anschließend Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Regelungen, um die Bedingungen für eine vertiefte Zusammenarbeit sowie die weiterhin bestehenden Hindernisse beser zu erfassen. Schließlich entwickelt es konkrete Handlungsempfehlungen für die schrittweise Etablierung eines eigenständigen Modells des grenzüberschreitenden dualen Studiums in der Großregion.

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Die symbolische Rolle von nationalen Grenzen für grenzüberschreitende Regionalisierung ist weitgehend unbekannt. Um unser Verständnis der sinnstiftenden Kraft von Grenzen zu erweitern, befasst sich diese Arbeit mit der Frage, was passiert, wenn eine Grenze offenbar nicht Gegenstand einer Symbolisierungsstrategie ist. Das Beispiel vom Großraum Genf erscheint besonders aussagekräftig, da diese genzüberschreitende Zusammenarbeit versucht, einen integrierten urbanen Ballungsraum zu schaffen, der sich durch die ‘Ausradierung’ der französisch-schweizerischen Grenze auszeichnet. Als Abwesenheit von Symboli¬sierung wird die Grenze durch ihre Unsichtbarmachung in der Genfer Grenzgestaltung eher als eine ‘geplante Obsoleszenz’ umcodiert. Allerdings wird das Kooperationsprojekt durch die Disharmonie zwischen dieser Umcodierung durch die Protagonisten der grenzüber¬schrei¬ten-den Kooperation und den gängigen Vorstellungen der Bevölkerung beeinträchtigt. In dem Maße, wie Grenzen starke Symbolkraft haben, die Emotionen und Empathie wecken sollen, steht ihr sinnstiftendes Vermögen im Mittelpunkt von Symbolpolitik, sowohl für die Befürworter von offenen Grenzen und grenzüberschreitender Kooperation als auch für reaktionäre Kräfte, die nationale Interessen und ontologische Ungewissheit vertreten.

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Unter Berücksichtigung der vielfältigen, möglichen, aus der öffentlichen Debatte hervorgehenden Auslegungen und des eminent transversalen, aber auch sensiblen Charakters der behandelten Themenstellung, befasst sich die Publikation zunächst einmal mit den Gründen, aus denen eine Politik der gemeinsamen Entwicklung von Vorteil wäre. Sie versucht ferner, die Ziele zu definieren, die erreicht werden sollten, die Akteure zu benennen, die potenziell eingebunden wären, sowie den möglichen Inhalt [dieser Politik] mittels konkreter Umsetzungsvorschläge zu umreißen.

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Das Ziel dieses Beitrags war, vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie die Auswirkungen von Reisemaßnahmen speziell im Hinblick auf die Freizügigkeit in Grenzregionen zu untersuchen. Der Bericht lieferte eine vertiefende Untersuchung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit und führte Fallstudien zu einigen Grenzregionen durch. Angesichts der Besonderheiten von Grenzregionen, der großen Bedeutung und Selbstverständlichkeit von grenzüberschreitender Mobilität im Alltag fand man heraus, dass Grenzregionen in besonderer Weise von mangelhafter Koordinierung der nationalen COVID-19-Maßnahmen und (unverhältnismäßigen) Reisebeschränkungen betroffen waren.

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Das Grenzgängertum ist ein Phänomen, das in Europa seit Beginn der 2000er Jahre eine wachsende Zahl von Personen betrifft. Lothringen als bedeutender Arbeitskräftequelle und (vor der Gebietsreform) einziger, französischer Region mit gemeinsamen Grenzen mit 3 Ländern weist einen größeren Arbeitnehmerstrom in Richtung Luxemburg und einen zweiten in Richtung Deutschland auf, was es zu einem relevanten Untersuchungsgebiet macht, um die geographischen und wirtschaftlichen Dimensionen der grenzüberschreitenden Beschäftigung aufzuzeigen. Dabei wird das Grenzgängertum aufgrund seiner Heterogeneität als Regulierungsfaktor für den Arbeitsmarkt analysiert und darüber hinaus auch die rechtliche Standardisierung untersucht, die mit dem Status eines Grenzgängers einhergeht.

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Zusammenfassung

Diese detaillierte Studie zur grenzüberschreitenden Mobilität zwischen Belgien und Frankreich, insbesondere zwischen dem Departement der Ardennen und Wallonien, möchte zunächst den französischen und wallonischen Arbeitsvermittlungsstellen Informationen zu Arbeitnehmerflüssen zwischen den grenznahen Gebieten des Departement Ardennes und den Provinzen Hennegau, Namur und Luxemburg geben.

Diese Informationen sollen dabei helfen, Aktionspläne auszuarbeiten, die bestmöglich auf die Besonderheiten und Eigenschaften der ardennischen und wallonischen Arbeitsmarktregionen abgestimmt sind, die geographische und berufliche Mobilität der Grenzgänger fördern und Bedürfnisse von Unternehmen berücksichtigen, was Information, Beratung, Unterstützung, Leistungen und Vermittlung angeht.

Diese Arbeit bietet zunächst den lokalen und beruflichen Akteuren aus dem Bereich der Arbeitsvermittlung eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Analyse des Grenzraums Ardennen/Hennegau-Namur-Luxemburg, unter Berücksichtigung der spezifischen demographischen Gegebenheiten der jeweiligen Bevölkerung (Alter, Geschlecht, Ausbildungsniveau, soziale und berufliche Kategorie…) und der Art der ausgeübten Tätigkeit (Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Art des Arbeitsvertrags, Dauer des Arbeitsvertrags, Beschäftigungsbereich).

Desweiteren geht es um die Untersuchung von arbeitsmarktrelevanten Fragen, sowohl innerhalb des Landes als auch grenzüberschreitend (Besonderheiten, Akteure, Nachfrage…) und insbesondere um den Bereich der Grenzgängerflüsse, die bis jetzt für diesen Teil der belgisch-französischen Grenze nur sehr unzureichend untersucht wurden. Die untersuchten Flüsse entsprechen der Mobilität von Grenzgängern im Departement Ardennes sowie in den drei belgischen Provinzen Hennegau, Namur und Luxemburg. Ergänzend werden für die Analyse auch Grenzgängerflüsse in Richtung des Großherzogtums Luxemburg berücksichtigt.

Im Anschluss widmet sich die Arbeit der vergleichenden Analyse der Arbeitsvermittlungsdienste dies- und jenseits der Grenze, stellt ihre Gemeinsamkeiten und ihre Unterschiede heraus, unter Berücksichtigung der neueren Entwicklungen in diesem Bereich. Ein weiterer Punkt, der behandelt wird, ist die berufliche Ausbildung im Zusammenhang mit der Stellensuche.
Schließlich wird in der Studie ein Überblick der bestehenden grenzüberschreitenden Maßnahmen im geographischen Bereich der französisch-belgischen Grenze gegeben, unter besonderer Berücksichtigung der Analyse von beschäftigungsrelevanten Projekten, ihrer Erfolge und ihrer Grenzen.

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Zusammenfassung

Das Working Paper beleuchtet den Themenbereich ‚Beschäftigung und wirtschaftliche Entwicklung‘ und arbeitet Herausforderungen für die Raumentwicklung der Großregion ab. Insbesondere legt es einen Fokus auf die Industriegeschichte sowie die Beschäftigung und grenzüberschreitende Arbeit in der Großregion.