Themenhefte

Borders in Perspective Vol. 10

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Cover BIP Vol10
Zusammenfassung

Im Zuge der europäischen Integration haben Grenzregionen neue Aufmerksamkeit erfahren: von nationalen Randlagen wandelten sie sich zu Räumen der Zusammenarbeit und Entwicklung. Dennoch bleiben soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten in ihren grenzüberschreitenden Dimensionen in diesen Regionen in der Forschung noch randständig. Dieses Themenheft widmet sich dieser Forschungslücke anhand der Großregion, die Luxemburg, Wallonien, Grand Est, das Saarland und Rheinland-Pfalz umfasst. Trotz fortgeschrittener wirtschaftlicher Integration bestehen erhebliche Disparitäten bei Einkommen, Wohnraum und Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen. Die versammelten Beiträge untersuchen, wie diese Ungleichheiten Arbeitsmärkte, Mobilität und gesellschaftlichen Zusammenhalt prägen und zugleich die Grenzen bestehender statistischer Instrumente zur Erfassung grenzüberschreitender Dynamiken aufzeigen. Von der Rolle von Lohnunterschieden über Immobilienpreise bis hin zu grenzüberschreitenden Arbeitsmobilitäten beleuchten die Autor:innen die Ambivalenzen der Integration. Die Großregion dient hierbei als exemplarisches Untersuchungsfeld, um grenzüberschreitende Ungleichheiten sichtbar zu machen und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit sozialer Marginalisierung jenseits nationaler Kontexte zu erweitern.

Thematic issue Borders in Perspective Vol. 9

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Diese Aufsatzsammlung befasst sich mit den biopolitischen Verwicklungen rund um Grenzen, wobei der Schwerpunkt auf dem Globalen Norden, insbesondere Nordamerika und Europa, liegt. Im Zentrum steht die wachsende Bedeutung biopolitischer Perspektiven in den Cultural Border Studies und die Beiträge zielen darauf ab, Europa und die Amerikas durch die Krisen und Herausforderungen, die sie darstellen, neu zu denken. Durch die Untersuchung von Biopolitik, der Verhandlung von Krisen und des Ausnahmezustands in Literatur, Kunst und politischem Diskurs erforscht dieses Themenheft die vielschichtigen Dimensionen biopolitischer Kontrolle und beleuchtet das Wechselspiel zwischen staatlicher Autorität und dem Leben derer, die von diesen Regelungen betroffen sind. Die Biopolitik der Grenze entpuppt sich dabei als komplexes Geflecht aus Autorität, Überwachung, Kontrolle und Management des menschlichen Lebens an, auf und über die Grenzen hinweg.

Thematic issue Borders in Perspective Vol. 8

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Thematic issue Borders in Perspective Vol. 8
Zusammenfassung

Während sich die Materialitäten und Funktionsweisen von Grenzen in den letzten Jahrzehnten drastisch verändert haben, besteht das ordnende Prinzip der Grenze weiter fort. Dabei zeichnet sich der selektive Charakter von Grenzen in einer in Europa bisher kaum gekannten Deutlichkeit ab. Hier setzen die Beiträge an und diskutieren die Beobachtung, dass Grenzen nicht für alle Menschen in gleicher Weise bedeutsam sind. Dafür arbeiten die Autor:innen mit dem Begriff der Multivalenz, der unterstellt, dass Grenzen soziale Wertigkeiten oder Relevanzen besitzen, die sich mit Blick auf bestimmte Personengruppen unterscheiden. Das Themenheft mit Analysebeispielen von Governance, Flucht, Berichterstattung, Film und Literatur zeigt multiple Valenzen von Grenzen auf, die für Ungleichheiten stehen und auf wirkmächtige kulturelle Ordnungen verweisen.

Thematic issue Borders in Perspective Vol. 7

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Thematic issue Vol. 7
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In Grenzräumen entsteht für die Akteure der Raumentwicklung und Raumplanung ein besonderer, grenzüberschreitender Abstimmungsbedarf über raumrelevante Herausforderungen und zukunftsorientierte Entwicklungsprozesse. Der Prozess zur Erstellung sowie die Umsetzung grenzüberschreitender Raumentwicklungskonzepte erfordern eine intensive Kommunikation und Kooperation über die Grenzen hinweg. Diese können aber einen wichtigen Beitrag zu einer abgestimmten grenzüberschreitenden räumlichen Entwicklung leisten und damit sowohl Ressourcen bündeln sowie effizient auf abgestimmte Maßnahmen und Projekte lenken. Neben diesem Mehrwert grenzüberschreitender Kooperation bestehen allerdings auch zahlreiche Reibungspunkte und Hemmnisse, die unter anderem auf unterschiedliche Planungstraditionen und -kulturen, Verwaltungssysteme und Zuständigkeiten zurückgehen oder auch mangelnde Kenntnis über planerische Instrumente im grenzüberschreitenden Kontext betreffen. In der grenzüberschreitenden Raumplanungs- und Raumentwick-lungspraxis kann diesen Hemmnissen und den bestehenden räumlichen Herausforderungen auch durch teilräumliche oder fachspezifische Kooperationen, die auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen institutionalisiert und organisiert sind, begegnet werden. In diesem Themenheft werden Strategien und Konzepte aus der grenzüberschreitenden Raumentwicklung dargestellt und beleuchtet, die sich mit unterschiedlichen Themen der Raumentwicklung beschäftigen, ein Spektrum an grenzüberschreitenden Kooperations- und Organisationsformen spiegeln sowie den Mehrwert diskutieren.

Borders in Perspective Vol. 6

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UniGR-CBS Borders in Perspective_Vol. 6
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Die Border Studies haben in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen und einen spürbaren Entwicklungsschub erfahren. Dieser äußert sich in einer stärkeren Institutionalisierung, einer Ausdifferenzierung der Erkenntnisinteressen und einer an Prozessen interessierten konzeptionellen Neuorientierung. Wenig Aufmerksamkeit erhielten jedoch bisher Fragen nach den (inter-)disziplinären Selbstverständnissen und methodologischen Grundlagen der Border Studies und den damit verbundenen Konsequenzen für das Forschungshandeln. Das Themenheft adressiert diese Desiderata und versammelt Artikel, die sich mit ihren (inter-)disziplinären Grundlagen sowie method(olog)ischen und forschungspraktischen Fragen auseinandersetzen. Die Autor*innen geben darüber hinaus fundierte Einblicke in ein disparates Arbeitsfeld, legen forschungspraktische Strategien offen und stellen methodologisch versierte Systematisierungen vor.

Borders in Perspective Vol. 5

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UniGR-CBS Borders in Perspective Vol. 5
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In und mit dieser neuen Ausgabe von Borders in Perspektive laden wir zur produktiven Grenzarbeit ein und regen an, das Verhältnis von Natur und Kultur im Anthropozän kritisch auszuleuchten. In der gegenwärtigen erdgeschichtlichen Epoche des Anthropozäns, in der der Mensch als die zentrale Triebkraft für die globalen Veränderungen ökologischer Systeme angesehen wird, befinden sich scheinbar sichere Grenzlinien zwischen Natur und Gesellschaft einerseits in der Auflösung und werden andererseits an anderer Stelle neu gezogen. Die Grenzen zwischen Gesellschaft und Natur, Wissenschaft und Politik oder einzelnen Disziplinen sind nicht mehr trennscharf und einfach zu bestimmen. Angesichts drängender Phänomene, wie dem Klimawandel, dem Verlust der Biodiversität und wachsenden sozialen Ungleichheiten, bedarf es einer grenzüberschreitenden Forschung – eine Forschung, die nicht halt an disziplinären Grenzen macht, sondern diese überschreitet. Dieses Themenheft soll daher ein Anstoß dafür sein, Grenzphänomene in den Beziehungen zwischen Natur und Gesellschaft auszuloten, die bislang wenig im Mittelpunkt der Border Studies standen. So widmen sich die Autor_innen der neuen Ausgabe von Borders in Perspective verschiedensten Grenzziehungen und –auflösungen im Anthropozän aus multiplen Perspektiven und multidisziplinären Richtungen.

Borders in Perspective Vol. 4

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Borders in Perspective Vol. 4
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Im Zuge der COVID-19-Pandemie sind Grenzen binnen kürzester Zeit im politischen Handeln und im Alltag der Menschen (wieder) relevant geworden. Dies betraf in besonderem Maße die Bewohner*innen von Grenzregionen, deren grenzüberschreitende Lebenswelten plötzlich von geschlossenen Grenzen und polizeilichen Kontrollen irritiert wurden. Doch auch jenseits von Staatsgrenzen führte die COVID-19-Pandemie zu einer verstärkten Wahrnehmung von sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen, gesundheitlichen und mobilitätsbezogenen Grenzen, die drängende Fragen nach gesellschaftlichen Ungleichheiten aufwarfen. Die Autor*innen beleuchten diese Dynamiken aus dem Blickwinkel von territorialen Grenzen, sozialen Grenzziehungen und (Dis)Kontinuitäten in Grenzregionen über vielfältige thematische und räumliche Zugänge. Die kritischen Beobachtungen und wissenschaftlichen Kommentare sind während des Lockdown im April und Mai 2020 entstanden und geben Einblicke in das Zeitgeschehen während der globalen Pandemie. 

Borders in Perspective Vol. 3

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Borders in Perspective Vol. 3
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In diesem Themenheft geht es nicht um Grenzgänger als Einzelpersonen, sondern um die Funktionsweise grenzüberschreitender Arbeitsmärkte. Der Perspektivwechsel von der Mikro- zur Makroebene ermöglicht es, die Diversität grenzüberschreitender Arbeitsmärkte (zum Beispiel an der Grenze Frankreichs) und die zahlreichen Faktoren zu beleuchten, die sich auf Angebot und Nachfrage auswirken. Indem versucht wird das gesamte System, das hinter den grenzüberschreitenden Arbeitnehmerströmen liegt, zu erschließen, soll in dem Themenheft die Frage nach der Funktionsweise grenzüberschreitender Arbeitsmärkte bearbeitet werden: Ist das System tatsächlich grenzüberschreitend organisiert? Oder: Verhindern die Grenzen einen wahrhaft integrierten grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt?

Borders in Perspective Vol. 2

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Borders in Perspective Vol. 2
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Trotz ihrer Kleinheit verzeichnen Luxemburg und die Schweiz eine hohe Arbeitskräftenachfrage und bieten Beschäftigungsmöglichkeiten vor allem für Grenzgänger. Ihre Situation an den Hauptbeschäftigungsstandorten (Luxemburg, Basel, Genf) – aber auch im Tessin – ist Gegenstand des Themenhefts, in dem 19 Autor_innen Beiträge in vergleichender Perspektive vorlegen. Unter Berücksichtigung zentraler Kontextmerkmale und methodologischer Überlegungen betrachten die Geographen, Wirtschaftswissenschaftler, Soziologen und Politologen vor allem den Arbeitsmarkt, grenzüberschreitenden Alltag und die gesellschaftliche Wahrnehmungen der Grenzgänger. Die multidisziplinäre Annäherung wird abschließend von den Herausgebern in gemeinsame Herausforderungen für Luxemburg und die Schweiz verdichtet.

Borders in Perspective Vol. 1

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Borders in Perspective Vol. 1
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Die räumliche Entwicklung von Städten und Regionen wird durch Trends wie Klimawandel, demographische Veränderungen und Strukturwandel beeinflusst, welche nicht an Verwaltungsgrenzen aufhören, sondern die Entwicklung großflächiger Gebiete bestimmen. Außerdem weisen Grenzräume häufig funktionale und thematische Verflechtungen auf, die über die nationalen Grenzen hinweg bestehen. Damit verbunden sind ein regelmäßiger Austausch und Abhängigkeiten zwischen Grenzräumen und deren Bewohnern. Daher ist die Koordination der grenzüberschreitenden Raumentwicklung entscheidend für eine zukunftsorientierte und nachhaltige räumliche Entwicklung. Aufgrund seiner hohen Bedeutung wird dieses Thema von europäischen Wissenschaftlern in der ersten Ausgabe der Themenhefte Borders in Perspective aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.